Ihr Start in das Klassische Weimar könnte sein der Besuch des Goethe-Nationalmuseums zusammen mit dem Wohnhaus, in dem J. W. von Goethe mit Christiane Vulpius gelebt und gearbeitet hat.
Museum und Wohnhaus finden Sie Am Frauenplan 2, zwischen Marktplatz und Wieland-Platz. Zum Besuch von Goethes Wohnhaus gehört auch ein Blick in den großzügigen Haus-Garten.

Den Besuch von Goethes Gartenhaus  verbinden Sie am besten mit einem Spaziergang im weitläufigen Park an der Ilm.

Auch Friedrich Schillers Wohnhaus ist heute ein Museum. Das 1988 an der Nordseite des Wohnhauses angebaute Schiller-Museum wird für Sonder- und Wechselausstellungen der Klassik Stiftung Weimar genutzt.


Gut zu wissen: Die weimar card (48 Stunden) und die weimar card plus (96 Stunden) ermöglichen es Ihnen, ohne zusätzliche Kosten Museen zu besuchen, an Stadtführungen teilzunehmen und mit dem Stadtbus zu fahren. Das Deutsche Nationaltheater (DNT) gewährt vergünstigte Eintrittspreise. Die weimar card kann online bestellt oder in der Touristeninformation Am Markt 10 gekauft werden.


Etwas oberhalb des Ilmparks gelegen steht das Haus am Horn. Als Mustergebäude wurde es 1923 zur Bauhaus-Ausstellung errichtet. Hier präsentierten die Meister, Schülerinnen und Schüler erstmals, wie sie sich zeitgemäßes Bauen und Wohnen vorstellen.

Im Liszt-Haus, dem ehemaligen Hofgärtnerhaus am Rande des Parks an der Ilm, lebte Franz Liszt von 1869 bis 1886. Der Musiksalon und das Arbeitszimmer sind in der originalen Einrichtung (samt Bechstein-Flügel) erhalten.

Friedrich Nietzsche verbrachte seine letzten Lebensjahre mit seiner Schwester in der Villa Silberblick, dem heutigen Nietzsche-Archiv. Nach seinem Tod ließ Elisabeth Förster-Nietzsche das Gebäude von Henry van de Velde umgestalten: Innenarchitektur und Ausstattung gelten für viele als die gelungensten Arbeiten des belgischen Architekten und Designers.

Auch das private Wohnhaus Henry van de Veldes, das Haus Hohe Pappeln (1908), kann von April bis Dezember besichtigt werden.

Rokkokosaal und Bücherkubus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek schließlich sind ein Muss für Ihren Weimar-Besuch. Für den Rokkokosaal sollten Sie im Vorraus ein Zeitfenster buchen.

Steht Ihnen der Sinn nach Ruhe und viel Grün, dann empfehlen sich die Weimarer Landschaftsparks: Der 48 Hektar große Park an der Ilm im Herzen der Stadt gilt mit Goethes Gartenhaus als brillantes Gartenkunstwerk. Der weitläufige Park von Belvedere mit Schloss im Süden von Weimar fasziniert durch seinen Blick auf die Stadt und der Schlosspark Tiefurt durch seine idealisierte ländliche Idylle.

Ebenfalls mitten in der Stadt, ca. 400 m von Goethes Wohnhaus am Frauenplan entfernt, liegt der Park-ähnliche Historische Friedhof mit der Fürstengruft und einer kleinen Russisch-Orthodoxen Kapelle. Diese wurde zwischen 1860 und 1862 für die aus Rußland stammende Großherzogin Maria Pawlowna errichtet. Unter Wo sie ruhen – Weimar finden Sie die Grabstellen berühmter Weimarer Persönlichkeiten.

Am Südhang des Ettersbergs, nördlich der Stadt Weimar erinnert die Gedenkstätte Buchenwald mit Dauer- und Wanderausstellungen, Führungen und Projekttagen an das Konzentrationslager Buchenwald (1937-1945) und an das Sowjetische Speziallager Nr. 2 (1945-1950). Falls Sie ohne Auto kommen, bringen Sie die Buslinien 6 und 4 zur Gedenkstätte. Unweit davon, ebenfalls mit einer eigenen Bushaltestelle, liegt die 1958 erbaute Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald der DDR mit Glockenturm und  sieben großformatigen Stelen. Zu DDR-Zeiten war die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald mit Ausstellungen, Archiv und Bibliothek die größte deutsche KZ-Gedenkstätte.